Lebenslauf 1952

Aus dem Bildarchiv des Busam-Verlags. Katalog-Nr.: 411Bruno Gröning, 16. Juni 1952, Eigenhändig

[1] Ich, Bruno Gröning, derzeit wohnhaft Stuttgart-Bad Cannstatt, Taubenheimstraße 25, wurde als viertes Kind des Ehepaares Gröning am 31. Mai 1906 in Danzig-Oliva geboren.

[2] Aus Krankheitsgründen1 besuchte ich die Volksschule nur fünf Jahre und wurde schon mit 13 Jahren entlassen. Alsdann wechselte ich mehrere Male interessenhalber2 die Berufe. In vielen davon war ich an leitender Stelle3 tätig.

[3] Während meiner Kindheit und Jugendzeit, die ich im Elternhaus verbrachte, machte ich mehr und mehr die Feststellung von sonderbaren Fähigkeiten, die, von mir ausgehend, dazu angetan waren, beruhigenden Einfluss auf Menschen oder Tiere auszuüben. Bereits als Kleinkind wurden in meinem Beisein kranke Menschen von ihren Beschwerden frei4, und Kinder wie auch Erwachsene wurden bei Aufregung oder Streit durch einige Worte von mir völlig ruhig. Ich habe auch als Kind die Feststellung machen können, dass sich Tiere, die für gewöhnlich als scheu oder auch als bösartig galten, sich mir gegenüber gutmütig und zahm zeigten5.

[4] Meine Eltern, heute beide verstorben, wie auch meine anderen Geschwister konnten hierfür reichlich Beispiele angeben. Mein Verhältnis zum Elternhaus war daher sonderbar und gespannt. Ich strebte bald nach völliger Selbstständigkeit6, um aus der Umgebung des „Missverstanden-Seins“7 meiner Familie herauszukommen.

 [5] Wie schon erwähnt, ging ich mit 13 ½ Jahren8 in die kaufmännische Lehre. Auf Verlangen meines Vaters musste ich aber nach 2 ½ Jahren die Lehre aufgeben, um ein Bauhandwerk zu erlernen. Ich wählte hierzu den Beruf der Zimmerei9. Während der Lehrzeit schritt ich in den einzelnen Kenntnissen soweit voran, dass ich über ein Jahr lang die Stelle als Zimmermannspolier eingenommen habe. Den Zimmermannberuf habe ich jedoch nicht weiter ausgeführt, sondern machte mich als Bau- und Möbeltischler selbstständig. Anschließend griff ich als selbstständiger Handwerker auch auf andere Berufe über und führte Kleinreparaturen aller Art aus10.

[6] Ich heiratete11, damals 21-jährig, im Jahre 1928 ein Mädchen aus Danzig, die ihrerseits die Gründung eines eigenen Heims anstrebte. Es erwies sich leider schnell, dass meine Frau keinerlei Beziehung hatte zu den Besonderheiten und dem Streben, das außerhalb meines Broterwerbs lag. Sie versuchte, mich zu hindern an meiner freien Tätigkeit, anderen Menschen zu helfen bzw. sie zu heilen, und somit trat auch hier wieder die Spannung auf, wie früher im Elternhaus, weil ich in eine primitive kleinbürgerliche Bahn gedrängt werden sollte. Aus dieser Zeit datieren auch einige interessante Voraussagen, die äußeren Zeitumstände betreffend, die meine Frau, meine Geschwister und meine Freunde aus Danzig bestätigt haben.

[7] Aus meiner Ehe gingen zwei Kinder hervor (Harald, 1931 und Günther, 1939). Beide Kinder starben12.

[8] Kurz vor dem Kriege und während des Krieges wechselte ich noch einige Male meine berufliche Tätigkeit. In immer stärkerem Maße aber wandte ich mich kranken Menschen zu und hatte in Danzig Erfolge13, vor allem bei Nervenleiden und organisch Erkranken. Das Echo dieser Erfolge ging aber in den Kriegswirrnissen unter. Ich selbst wurde in den letzten beiden Kriegsjahren eingezogen und kam in russische Gefangenschaft. Sowohl während meiner Dienstzeit wie auch in der Gefangenschaft erzielte ich an kranken Kameraden Heilerfolge, doch war natürlich durch die äußeren Gegebenheiten systematische Arbeit und Vertiefung14 unmöglich.

[9] Nach Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft kam ich Ende 1945 nach Dillenburg15. Dorthin holte ich auch meine Frau, die zu dieser Zeit in Schleswig Wohnung gefunden hatte. Meine Geschwister waren ihrerseits ebenfalls als Flüchtlinge aus dem Osten nach Herford und Löhne in Westfalen gekommen. In den darauffolgenden 2 ½ Jahren, also bis Mitte 1948, war ich erneut in verschiedenen Berufen tätig, um als Ostflüchtling in Deutschlands schlimmster Notzeit16 meine Frau und mich durchzubringen17. Nach der Währungsreform, als sich alles mehr beruhigte und stabilisierte18, wandte ich mich wieder meiner Aufgabe19 zu, kranke Menschen zu heilen; diesmal in der Absicht, nicht mehr von meiner Mission zu lassen und alles daranzusetzen, ein legales Betätigungsfeld20 für meine Aufgabe zu finden. Ich machte mir anfangs weniger Kopfzerbrechen über den theoretischen und behördlichen Teil21, der hiermit verknüpft war und fuhr fort, mich meiner Sache voll zu widmen22.

[10] So kam ich im Frühjahr 1949 nach Herford zur Familie Hülsmann, deren Sohn Dieter von mir geheilt23 wurde. Von da an setzte mit einem Schlag das öffentliche Scheinwerferlicht und die Presse ein24. Unausbleiblich war es dann, dass nun erst hunderte, später tausende Kranke nach Herford kamen. Ich war glücklich25, in unzähligen26 Fällen Heilerfolge, auch sehr viele spontaner Art, erzielen zu können.

[11] Ich bat damals meine Frau, mit mir zu kommen. Sie lehnte dies wiederholt ab und forderte mich auf, das Heilen zu unterlassen und nach Dillenburg zurückzukehren. Da dies für mich eine Unmöglichkeit war, lehnte ich ihr Angebot ab und lebe seither getrennt von ihr27.

[12] Mit den Erfolgen zeigten sich zwei negative Erscheinungen28:

1. Die Ärzteschaft und die Gesundheitsbehörden, die mir meine Tätigkeit untersagten, weil ich kein approbierter Heilpraktiker sei und

2. sog. Manager, Sekretäre, „Helfer“ und sonstige obskure Gestalten.

[12] Als dann im Sommer 1949 trotz wiederholten Vorsprechens bei allen einschlägigen Behörden Westfalens ein Heilverbot für mich aufrecht erhalten wurde, war ich genötigt, nach Bayern zu gehen. Die Zeit Rosenheim und Traberhof begann29.

[13] Überall wo ich auftauchte, vollzogen sich Heilungen. Noch heute – im Jahre 1952 – erhalte ich Heilberichte aus dieser Zeit. Im September 1949 war der Platz vor dem Traberhof an manchen Tagen mit weit über 30.000 Menschen gefüllt, die aus allen Teilen Deutschlands und der Welt nach Rosenheim kamen. Die schriftlichen Aufzeichnungen von Heilungen aus dieser Zeit sind erschütternd30.

[14] Mein früherer Gastgeber Hülsmann war inzwischen selbst ein eifriger „Geschäftsmann“ hinter meinen Rücken geworden. Ohne mein Wissen wurde oftmals Menschen, die mich privat zu sprechen wünschten, vorher bis zu DM 500,- pro Person abverlangt. Alle möglichen Leute kamen und gingen in meiner Umgebung. Alle drängten sich vor mit dem Versprechen, mir die Heilgenehmigung zu verschaffen. Als mehr oder weniger entlarvte Gangster verschwanden sie wieder, nachdem ihre Geschäfte abgewickelt waren und mir ein zweifelhaftes Renommee hinterlassen hatte, was von der Presse gierig aufgefangen wurde31.

[15] Im Frühjahr 1950 ging ich auf Wangerooge, und wieder kamen dort Massenheilungen zustande, die einen Strom von Heilungssuchenden aus ganz Norddeutschland nach der Nordseeküste auslösten. Wieder die feindliche Haltung der Gesundheitsbehörden32. Inzwischen hatten sich in Bayern die Bemühungen um die Erlangung der Heilgenehmigung auf dem Ausnahmewege zerschlagen33, nachdem mein damaliger sog. „Manager“ Meckelburg wegen Steuerhinterziehung und übler Geldgeschäfte hinter meinem Rücken verhaftet und eingesperrt worden war34.

[16] Um die damalige Lage noch besser zu beleuchten, sei hingewiesen, dass Graf Soltikow mir erklärte, er wolle einen negativen Artikel über mich schreiben. Es seien ihm DM 50.000,- dafür zugesichert. Wenn ich einverstanden sei, so wolle er mir die Hälfte davon abgeben!! (Sein damaliger Adlatus war Pitt Seeger, der heute seine 2-jährige Haft wegen Hochstapelei verbüßt35.)

Ein Ausweg aus der Hetze von allen Seiten war vorübergehend meine Heiltätigkeit in der Praxis des Herrn Enderlin in München. Nach 2 Monaten jedoch, im Herbst 1950, kam die offizielle Anzeige gegen mich wegen „Verstoßes gegen das Heilpraktikergesetz“.

Die Bundesbahn, die Bundespost, das Gaststättengewerbe, die Hotels, Zwischenvermittler, Manager usw. hatten Millionen an mir verdient. Zu Tausenden hatten kranke Menschen wieder ihre Gesundheit erlangt. Ich dagegen kam im Oktober/November mit einem Koffer voll Bekleidung und Wäsche, ohne Geld oder sonstige Rücklagen zu Dr. Trampler. Dieser begann, in kleinem Rahmen für mich eine Vortragstätigkeit zu organisieren. Es war dies die einzige Möglichkeit, zu kranken Menschen sprechen zu können.

In dieser Zeit hatte ich Gelegenheit, in geordnetem Rahmen auch Kranke zu überwachen, ihren wiederholten Besuch anzuregen, falls mir dies nötig schien. Durch das Fehlen eines Heilpraktikers oder Arztes an meiner Seite stellte ich die sog. „Krankheitsbilder“ (Aufnehmen der Schmerzsymptome eines Kranken durch Dritte nach meinem Hinwirken zur Kontrolle) zurück, da ich die rein fachliche Diagnose nicht zu Hilfe hatte und sich somit das Feststellen der Krankheitsbilder erübrigte.

Große Erfahrung konnte ich systematisch sammeln bezüglich der Einwirkung der Stanniolkugel, eines von mir angesprochenen Gegenstandes (der magnetisch ein guter Leiter ist) und mit der Stanniolpackung. Auch über erfolgte Heilungen bei Personen, denen eine Kugel oder Platte (Packung) zugestellt wurde, ohne dass ich dabei war, liegen erstaunliche Berichte vor.

Während der Zeit bei Dr. Trampler versuchte die Ärzteschaft von Gräfelfing, gegen mich anzugehen, was jedoch in zäher Kleinarbeit wieder abgewendet werden konnte.

Im Mai 1951 war der zweite Termin in der Sache „Heilpraktikergesetz“ gegen mich. Er wurde ausgesetzt zur Einholung eines Gutachtens vonseiten des Psychosomatischen Institutes der Universität Heidelberg. Man erwartete dieses Gutachten im Verlauf der nächsten sechs bis acht Wochen. Dies besonders unter dem eindringlichen Hinweis meines Verteidigers und Anwaltes, Herrn Dr. Reuss in München, der geltend machte, dass ich auch bezüglich meiner wirtschaftlichen Seite so schnell als möglich Klarheit über den Ausgang haben müsse, da der Prozess ja schon acht Monate dauerte. Das Gutachten kam im Oktober. Die Wiederaufnahme des Prozesses selbst erst im März 1952! Auf den erfolgten Freispruch hin legte die Staatsanwaltschaft, wohl auf Drängen der Gesundheitsbehörden, Berufung ein. Ich warte noch heute. Man warf und wirft mir vor, dass mein Verhalten dem eines Arztes unwürdig sei, da ich „vagabundiere“ und keine feste Praxis hätte. Doch liegt die Eingabe um Heilerlaubnis, um Zubilligung einer geordneten Praxis oder der Möglichkeit der Absolvierung einer einfachen Prüfung fast drei Jahre zurück!!

In den letzten Wochen fragte die Regierung von Oberbayern über das Landratsamt an, ob ich noch Wert darauf lege, dass die Eingabe vom 9.9.49 (!) auf Ausnahmegenehmigung zur Ausübung der Heilkunde durch mich, noch weiter behandelt würde!!! Ich könne diesen Antrag auch fallen lassen und einen neuen Antrag stellen zur Abnahme der Heilpraktikerprüfung in Bayern. (Wobei heute schon feststeht, dass das betreffende Prüfungskomitee alles daran setzen würde, das Ergebnis der Prüfung für mich als negativ zu gestalten.)


1 Man beachte: Auch Bruno Gröning war als Kind sehr lange Krank. Eine Erklärung hierfür findet sich nur in der Lehre Jesus. Es ist aber genauso wie auch heute, dass vielen Eltern plötzlich ein Kind schwer erkrankt.
2 Gröning wollte uns Menschen in allen Lebenslagen und in allen Gesellschaftsschichten kennenlernen. Das Wechseln der Berufe war hierfür eine gute Möglichkeit.
3 Bereits in jungen Jahren hatte er den Zugang zum gesamten göttlichen Wissen erlangt und kannte sich damit auch in allen Berufen bestens aus. Damit war klar, dass er bereits bei den Einstellungsgesprächen für leitende Posten (z.B. Vorarbeiter und Abteilungsleiter) vorgesehen wurde.
4 Dies erinnert doch sehr an die Ereignisse aus der Jugend Jesus.
5 Ausführlicher beschreibt er seine Erlebnisse in seiner handschriftlichen Niederchrift „Bruno alleine im Wald„.
6 D.h.: Bruno Gröning wollte bereits als Kind aus eigener Kraft leben können, ohne auf die Eltern angewiesen zu sein.
7 Die aussergewöhnlichen Fähigkeiten Grönings mahten ihn schnell zum Sonderling. Sein Umfeld, insbesondere seine Familie konnte nicht erkennen, womit sie es zu tun hatten. Es wurde versucht, auch mit Gewalt, ihn in ein „normales“ Kind zu verwandeln.
8 Für die damalige Zeit ein übliches Alter.
9 Immer wieder wird versucht diesen Umstand als Indiz oder gar Beweis dafür darzustellen, das es sich hier um den wiedergeborenen Jesus handle. Das ist jedoch völliger Quatsch. Dem Archiv liegt ein Beicht vor wonach er selbst eine Gemeinschaftsliterin im hohen Bogen hinausgeworfen hatte, die soetwas behauptete.
10 Es handelte sich damals um eine wirtschaftlich sehr schwierige Zeit. Die Arbeitslosigkeit war hoch. Viele Unternehmen mußten schließen. Und so mußte auch Bruno Gröning alles annehmen, was ihm ein genügendes Einkommen sicherte.
11 Immer wieder stellen Freunde die Frage, warum Bruno Gröning eine Frau heiratete, die ihm das Leben so schwer machte, sicherlich habe er doch auch hier im voraus erkennen können, was es mit diesem Menschen auf sich hat. Die korrekte Antwort ist ein wenig umständlich, da hier drei verschiedene göttliche Gesetzmäßigkeiten aufeinander treffen. Zum einem haben auch sehr hohe Engel den Wunsch einmal ein Erdenleben geschenkt zu erhalten, um in einer Erdenslebensprobe zu beweisen zu wem sie gehören. Dazu ist es dann aber auch notwendig Prüfungen zu bestehen. Je höher ein Engel angesehen ist, um so schwieriger sind dann auch seine Prüfungen. Man könnte auch sagen, dass es z.B. einem Erzengel von vorneherein zuzutrauen ist, schwierigere Prüfungen zu bestehen, als einem Menschen, der erst noch ein Engel werden will. Zum anderen ist Gott es selbst, der eine Beziehung initiiert. Jede Beziehung, wie auch hier die Ehe Bruno Grönings, kann beide Menschen immens weiterentwickeln. Für Bruno Gröning war es nun mal eine gewaltige Prüfung, bei der er am Ende auch noch dem Ableben seiner beiden Söhne tatenlos zusehen mußte. Seine erste Frau hingegen hatte eine einmalig große Chance durch Bruno Gröning zu einem engelhaften Wesen zu werden. Es hat ihr jedoch an Vertrauen gefehlt, sowie am Willen ihr sehr sündhaftes Leben zu ändern. Dabei ist letzteres – die dritte Gesetzmäßigkeit – vom aller höchstem Wert, denn Gott hat jedem Menschen einen freien Willen gegeben, der weder durch selbst Gott noch durch einen Engel beeinflusst werden darf. Für Bruno Gröning wäre es sehr leicht gewesen, seine beiden Söhne zu retten oder seiner Frau die Sündhaftigkeit zu nehmen. Dies wäre jedoch ein Eingriff in die Willensfreiheit eines Menschen gewesen, die ihm sofort das Ende aller seiner Kräfte und Fähigkeiten bereitet hätten. Zudem wären damit auch die Werdegänge von Frau und Kindern im Hier- und Jenseits gestört worden und nicht zuletzt auch das der gesamten Menschheit. Weitere Informationen hierzu finden sich im Buch „Das wichtigste Buch der Bruno Gröning Freunde“.
12 Man könnte nun natürlich die Frage in den Raum stellen; warum unschuldige Kinder sterben müssen? Geistig noch nicht gereifte Menschen könnten hier sogar Gott einen Vormwurf machen, weil er solches zuläßt. Manche zweifeln ab hier sogar an Gott. Es ist tatsächlich genau umgekehrt: Hinter dem Ableben der Kinder steckt eine ungeheur große Liebe der Wesen, die sich in den Körpern jener Kinder befinden. Ein auf der Erde gebohrener Mensch kommt nicht aus dem Nichts, sondern war zuvor ein wundervolles geistiges Wesen. Sobald ein solcher Geist danach strebt ein Erdenleben geschenkt zu bekommen wird für ihn ein Erdenslebensplan erstellt, in dem es darum geht, dem einzelnen Geist eine für ihn optimale Weiterentwicklung zu gewähren und gleichzeitig die Möglichkeit erhalten soll, zu beweisen das er einfach nur gut ist. Selbstverständlich muss der Mensch dieses aus sich selbst heraus beweisen, weswegen ihm alle Erinnerungen von vor seiner Geburt genommen werden müssen. Im Fall der Söhne Grönings ergab sich nun, dass er selbst seine ungeheuer schwere Prüfung bestanden hat. Aber auch die Mutter, wenn auch erst nach dem Heimgang, wird mindestens zur Erkenntnis gekommen sein. Die beiden Söhne hingegen haben Gott bewiesen, dadurch, dass sie das Erdenleben annahmen, dass Sie zu Gott gehören und überdies über eine sehr große Liebe zu den Eltern verfügten. Wer diese Ausführungen bereits verstehen kann wird bei einigem Nachsinnen erkennen können wie groß Bruno Gröning in Wahrheit war und in welch großem Licht das Werk unseres Vater tatsächlich leuchtet. An seinen schlichten drei Worten „Beide Kinder starben“ läßt sich noch weiteres wundervolles und bewegendes erkennen. Auch hier gibt das zuvor genannte Buch weitere Hinweise.
13 Der Hinweis „in Danzig Erfolge“ läßt sich nur schwerlich sicher deuten. Es könnte damit z.B. gesagt sein, das er „woanders keinen Erfolg“ hatte oder aber „ab seiner Danziger Zeit“. Erfahrene Freunde erkennen hier: „ab der Danziger Zeit stellten sich beachtliche Erfolge ein“. Letzteres wird sehr wahrscheinlich sofern man bedenkt, dass er im folgenden Satz von einem „Echo“ spricht.
14 Hier macht es den Anschein, dass er sich seine Befähigungen erarbeiten mußte; so wie ein jeder eine längere Ausbildung wahrnehmen muss, wenn er ein Meister seines Faches werden will.
15 In Dillenburg wurde er dann auch beigesetzt.

16 Das ist vielen Deutschen gar nicht bewußt: Die schlimmste Zeit des deutschen Volkes war die direkte Nachkriegszeit die von Hunger und Elend gekennzeichnet war. Dem Archiv liegt ein Bericht vor, wonach damals etwa 1 Millionen Deutsche vehungerten.
17 D.h. das auch Bruno Gröning zu dieser Zeit voll und ganz in den weltlichen Dingen feststeckte, sich sorgte und noch keine uneingeschränke göttliche Führung  erlebte. Damit war er natürlich nicht ganz zufrieden, wodurch es schon bald zu einen folgenreichen Entschluss kam. Doch zunächst wollte er seine Aufgabe – den vielen Kriegsflüchtlingen helfen – zu Ende führen. Bald schon würde die ganze Welt von Ihm erfahren und die klar Denkenden würden erkennen um wen es sich da eigentlich handeln würde.
18 Hier läßt er die fortgeschrittenen Freunde erkennen das die RUHE nicht nur eine der Heilungsvoraussetzungen darstellt sondern auch zur Durchführung seiner Aufgabe eine Grundvoraussetzung darstellte. Dies spiegelt sich bis heute in den Gemeinschaftsstunden wieder, die – seinem Willen gemäß – in aller Ruhe durchzuführen sind.
19 Vermutlich war ihm das bereits im Alter von 2 Jahren bewußt (Mehr hierzu: Bruno allein im Wald)
20 Das es herbeigedichte Probleme mit der Justiz geben würde, war ihm zu diesem Zeitpunkt bereits bewusst. Einige Freunde meinen das der Ausdruck „legal“ ironischer Natur sein dürfte. Bei seinen späteren Projekten, insbedsondere der Vereingründung, zog er daher stets einen Rechtsanwalt hinzu, damit das geschaffene vor der Welt bestand haben kann und keineswegws irgendwo anecken kann.
21 Theoretiches und behördliches sollten sollte uns heute lebenden Freunden stets die GRundlage für alle Aktivitäten sein. Mann könnte auch davon sprechen das jede Veranstaltung und jedes Treffejn der Freunde in geordneten Bahnen ablaufen muss. Wer sich hiermit ein wenig beschäftigen möchte der kann einmal eine Veranstaltung Bracos aufsuchen, wo alles bis ins kleinste Deteil vorbereitet wird.
22 Damit gelangte er zu einem Plan und alles vollzog sich nun so schnell, das man kaum mithalten konnte. Bruno Gröning hatte es geschafft. Sein Werk, das nichts anderes als die Umsetzung des Willens unseres Vater war, kristalisierte in die Welt hinein, die von nun an eine andere war.
23 An dem Ausdruck „von mir geheilt“, den Bruno Gröning auch in zahlreichen anderen Varianten benutzte, läßt sich die Epoche bestimmen. Bis 1954 heilte Bruno Gröning persönlich. Ab Anfang 1954, nachdem er ein gerichtlich angeordnetes Heilverbot erhielt, heilte er nicht mehr persönlich sondern sorgte von nun an für die Verbreitung der göttlichen Lehre, wonach ein jeder Mensch aus sich selbst heraus Hilfe und Heilung erlangen kann, sofen er nur bereit ist sich selbst zum Besseren zu ändern (d.h. umzukehren).
24 Er selbst hatte ein anderes Vorgehen im Sinn. Doch der plötzliche Massenandrang war nun nicht mer zu stoppen, was nur noch durch Eingriffe in die Willensfreiheit der Journalisten möglich gewesen wäre. Im göttlichen wird jedoch i.A. nicht in die Willensfreiheit des Einzelnen eingegriffen.
25 Das kann man gut verstehen. Viele seiner Mitmenschen konnten nun nicht nur in ein bessere Leben übergehen, sondern auch wieder zu Gott zurückfinden. Beides ist miteinander verbunden und stellt seinen größten Wunsch dar.
26 Es handelt es sich um eine tatsächlich nicht quatifizierbare Mengenangabe. Nur sehr wenige gaben entsprechende Berichte ab. Viele, für die Fürbitten abgegeben wurden, konnten keinen Zusammenhang ekennen, wurden nach und nach heil oder bestritten sogar die Heilung auf geistigem Weg. Vermutlich betrug die Zahl der Geheilten weit mehr als 100.000.
27 Die Reaktion Bruno Grönings wird verständlich, wenn wir uns noch einmal die Anmerkung 11 ansehen. Er ließ seiner Frau den freien Willen, die unbedingt in Dillenburg leben wollte. Seinen Willen konnte er sich andererseits nicht nehmen lassen. Für Gröning muss das Verlangen seiner Frau wie eine Drohung vorgekommen sein. Er selbst hatte sich (wie er in den Abschnitten zuvor beschreibt) dazu entschieden dem Willen Gottes zu folgen, womit ihn sein Herz zu den Kranken und Armen führte. Mit dieser Entscheidung, die auch bedeutete nicht mehr der Welt zu folgen, konnte er sein Amt nun antreten. Der Weg war frei!
28 Beides ließ Bruno Gröning bis an sein Lebensende nicht mehr los. Die einen wollten ihn aus dem Weg räumen und uns vorgaukeln das nur sie die Heiler seien. Die anderen bereicherten sich an ihm in unglaublicher und maßloser Weise. Mit den Erstgenannten kam er zurecht die anderen sind seine wahren Mörder. Was also könnte hier das Resume sein?
29 Hierin sehen viele Bruno Gröning den Beweis, dass der Staat die unermeßliche Habgier der Ärzteschaft schützt, denn jemand der ohne Geld zu verlangen Menschen hilft wird dem Staat auch keine Steuereinnahmen bescheren.
30 „Erschütternd“ hier im Sinne von „Eregreifend“ und „Zutiefst berührend“.
31 Das ist ein wenig bekanter Umstand. Die Hetzjagd der damaligen Lügenpresse auf Bruno Gröning wurde durch jene Kriminelle erst so richtig angeheizt.
32 Daher auch der aktuelle Hinweis: Wer mit dem heilen beginnt der suche so früh wie möglich den Kontakt zum Gesundheitsamt. Als noch „kleiner“ Heiler stellt man noch keine Gefahr dar und die Erlangung einer Genehmiung fällt dann relativ leicht. Hat man erst die Ärzte, insbesondere die der UNIKLIKEN, erst einmal auf sich aufmerksam gemacht, ist es zu spät und man gehe am besten ins Ausland. Bei der Erlangung der Genehmigung erhalten Sie Unterstützung durcg das BG-Archiv.
33 Damit hatten sich dann auch seine Pläne, insbesondere die der Errichtung von Heilstätten, zerschlagen. In der Folge entwickelte er den Plan eine Lehre für die Nachwelt zu hinterlassen, die ewig gültig sein würde und dafür sorgt, dass ein jeder Mensch aus sich selbst heraus heil werden kann.
34 Dies als Warnung an alle, die da meinen sich an den Spenden und Gaben der Freunde bereichern zu müssen.
35 Es handelt sich hier um ein Karma-Gesetz das in der Ordnung Gottes enthalten ist. Demnach müssen alle Gedanken, Worte und Taten des Menschen vergolten werden. In diesem Fall kam die Boshaftigkeit des Herrn Seger alsbald auf ihn zurück. Weltlich könnte man sagen, dass dieser sehr bald aus dem Verkehr gezogen wurde. Geistig gesehen wurde die durch ihn auf Bruno Gröning liegende Last weggeräumt. Das ist so von Gott für alle Menschen vorgesehen. Leider hat Graf Solitikow dies nicht verstanden, denn ansonsten hätte er Bruno Gröning niemals erpresst.


Hinweis: Die Zahlen in eckigen Klammern werden nicht mitgelesen. Sie erleichtern die Orientierung und Bezugnahme.
Quelle: Verlagsarchiv des Walter-Wilhelm Busam