Dass ich heute über das Mikrofon zu Ihnen spreche …

Aus dem Bildarchiv des Busam-Verlags. Katalog-Nr.: 403Rede Bruno Grönings von 1958, Wien
in 78 Abschnitten

Liebe Freunde!

[1] Dass ich heute über das Mikrofon zu Ihnen spreche, hat seinen Grund wie auch seinen Wert. Es ist nicht notwendig, dass Sie zu mir sprechen. Es ist niemals notwendig gewesen, dass der eine wie der andere meiner Mitmenschen mir auch nur das Geringste sagt, womöglich dazu übergeht und klagt, was für Sorgen und Nöten er hat. Oder womöglich soweit geht, dass er sich in den Glauben versetzt, er müsse mir diese seine Krankheit schildern. Nein, liebe Freunde, dieses ist nicht notwendig. Ich weiß, dass dieses nur eine Macht, die Macht der Gewohnheit Ihrer­seits ist, wie Sie, wenn Sie Beschwerden an Ihrem Körper wahrgenommen, sind Sie zu Ihrem Arzt gegangen – was ich jetzt gleich vorausschicke, dass ich Sie ja keines­wegs abrate, zu Ihrem Arzt auch weiter zu gehen – aber, wie Sie’s gewohnt sind, diesem Arzt alle Ihre Beschwerden aufzuzählen, sodass er da dann dazu übergehen kann, um diese zu behandeln.

[2] Ich selbst unterscheide mich ganz krass von einem Arzt, von einem Heilpraktiker. Kurz gesagt: Ich habe mit dem Übel, was Sie „Krankheit“ nennen, auch nicht das Geringste zu tun. Ich behandle auch nicht die Krankheit, wie Ärzte beziehungsweise Heilpraktiker diese behandeln. Denn ich sehe von vornherein, dass dieses grund-, grundfalsch ist, das Böse zu behandeln. Mit dieser Behandlung wird es meines Wissens gefördert. Und daher lasse ich das Übel, was Sie „Krankheit“ nennen, ganz beiseite.

[3] Was „behandle“ ich, was will ich? Unter diesem Worte „Behandlung“ kann man sehr viel verstehen, und wie oft ist mir dieses Wort „Behandlung“ von Seiten der Justiz soweit vorgehalten, dass man sich in den Glauben versetzte, ich hätte mich durch dieses, dieses eine Wort „Behandlung“, schon gegen das Heilpraktikergesetz verstoßen und somit auch strafbar gemacht.

[4] Es wird Ihnen nicht unbekannt sein, dass ich im Januar dieses Jahres meinen Prozess hatte. Das heißt „meinen“, den man mir zudiktiert, den man mir aufgezwungen, indem es doch Menschen gegeben, die sich in den Glauben versetzten, all das, was Gröning tut und lässt, ist eine Behandlung. Er behandelt die Kranken, er behandelt die Krankheit, und das ist nach dem Heilpraktikergesetz verboten. Nebenbei bemerkt, dass ich dafür im Januar zu einer Geldstrafe von 5.000 Mark bestraft wurde, außerdem, dass ich sämtliche Gerichtskosten zu tragen habe und weiterhin zu acht Monate Gefängnis mit fünfjähriger Bewährungsfrist. Mit dem Letzteren will man weiter nichts, als mich voll und ganz ausschalten.

[5] Aber ich sage, das soll dem nicht wehtun, ich bin noch nicht fertig. Bisher sind die Herren der Justiz wie die Herren der Medizin zu sprechen gekommen. Jetzt glaube ich, dass ich dran bin, dass ich das den Menschen zu sagen habe, was hier die reine Wahrheit ist [Anmerkung: Bruno Gröning begann nun damit, sein Tonband-Archiv aufzubauen. Dadurch hinterließ er uns eine umfangreiche Lehre, die einem Schatz von ungeheurem Wert entspricht]. Grundsätzlich bin ich von Seiten, wie auch von Ihrer Seite, zum größten Teil verkannt worden, wie Sie sich selbst in den Glauben versetzten, Sie müssen mir die Krankheit schildern, sonst könnten Sie nicht geheilt werden. Sonst wäre das nicht möglich, dass Sie überhaupt an die Gesundheit glauben können. Sie – wie auch die Herren der Wissenschaft, wie auch die Herren der Justiz und Medizin – wissen wohl, dass dem nicht das zutrifft, was man mir zudiktiert hat, was man mir angedichtet hat!

[6] Man hat hier nur eines erkannt: Es steckt hier durch Gröning eine gewisse Gefahr, dass ja nicht Menschen die Wahrheit erfahren, dass sie selbst es sind, die sich zu Ihrem Heil bewegen können. Und grade das, liebe Freunde, will auch ich Ihnen hier über das Tonband zu wissen geben.

[7] Desgleichen könnte ich’s auch so tun, indem ich mich daniedersetze und ein Buch beziehungsweise eine Broschüre schreibe und Sie über diese aufkläre. Es gibt viele Wege, die nach Rom führen. Und so ist es auch hier, liebe Freunde, dass auch ich diesen Weg weiß, den ich zu gehen, wie ich dem Menschen diese meine Hilfe ange­deihen lasse.

[8] Aber grundsätzlich betone ich noch einmal, dass Sie ja nicht wieder in den Glauben verfallen, dass ich die Krankheit behandle. Zu all diesem gebe ich Ihnen einen guten Rat. Das heißt, ich sage nicht viel, ich sage weiter nichts als nur das, was Sie an sich, an Ihrem Körper zu tun. Das sind Sie sich selbst schuldig. Sie sind keinem Menschen Rechenschaft schuldig, sondern erstens nur sich selbst. Nicht einmal Gröning sind Sie Rechenschaft schuldig, über das, was Sie im Leben getan. Über das, wie Sie sich an Ihrem eigenen Körper versündigt, indem Sie an Ihrem eigenen Körper bisher – wie Ihnen wohl nicht unbekannt sein wird – nur Versuche angestellt haben. Den beziehungsweise die vielen Versuche, um von dem Übel, von dem Ihr Körper behaftet ist, frei zu werden. Ich verstehe sehr gut, dass Sie mit diesem von mir soeben Gesagten auch nicht das Geringste anzufangen.

[9] Ich komme aber nicht umhin, um Ihnen nur die Wahrheit zu sagen, wie ich sie selbst erfahren, von dieser ich selbst überzeugt bin. Ich sehe nicht, auch nicht im Gerings­ten, hier meine Pflicht und Schuldigkeit, als Erstes Sie dahin gehend aufzuklären, um zu überzeugen. Nein! Die erste Pflicht habe ich immer in diesen meinem Erdenleben dahin gehend gesehen, dass ich selbst es bin und mich von dem, was uns das Wort „Wahrheit“ sagt, zu überzeugen habe. Ich selbst muss von alldem soweit überzeugt sein, sodass ich diese meine Überzeugung Ihnen allen mit auf Ihrem Lebensweg ge­be, auch wie ich die Erfahrung gesammelt, um, damit Sie in aller Zukunft für Ihr wei­teres Leben das Rechte zu tun wissen.

[10] Ich verlange auch nicht, dass Sie womöglich dazu übergehen und sich in den Glau­ben versetzen, dass Sie jetzt den Gröning vertrauen und glauben sollen. Nein, Freunde, lassen Sie Gröning vorerst ganz beiseite. Hier geht es, wie Sie selbst es wohl wissen werden, nicht um den Namen, noch viel weniger um die Person Grö­ning. Hier geht es um Sie selbst! Hier kommt es auf jeden einzeln an. Jeder ist sich selbst vorerst der Nächste, alleine schon deshalb, weil er doch nötig hat, das Gute zu erlangen. Auf ihn selbst kommt es an, denn er selbst muss wissen, dass sein Körper schon lange nicht mehr in der göttlichen Ordnung lebt. Dass nicht nur um ihn son­dern auch in ihm die vollständige Unordnung eingetreten. Und er sich hierhin gehend nicht zu helfen gewusst, wie er von diesem Übel, das er „Krankheit“ nennt, befreit werden kann.

[11] Es ist unmöglich, sagt er, sagen Sie, sagt jeder Einzelne, der von dem Unheil behaf­tet, dass er noch einmal von diesem Unheil frei werden kann. Nicht genug, dass er selbst alle möglichen Versuche angestellt, so haben Menschen ebenfalls, die um ihn waren, alles Mögliche versucht, ihn von diesem Übel zu befreien.

[12] Hier und dort hat es Menschen gegeben, die doch bestimmt auf Sie eingeredet und Ihnen zu wissen gegeben, dass sie alles versucht haben, um Sie von diesem Übel, was Sie „Krankheit“ nennen, frei werden können. Versucht worden ist alles. Jeder Versuch ist missglückt. Sie selbst haben wahrgenommen, dass das Übel immer größer wurde, sich soweit dahin gehend ausbreitete, dass Sie heute weder das eine noch das andere können.

[13] Kurz und gut gesagt, Ihr Körper ist zum Teil, Ihr Körper ist zu einem größeren oder zum größten Teil abgewrackt, sodass Sie mit ihm nichts mehr anzufangen wissen, dass Sie über ihn nicht mehr bestimmen können, dass er, der Körper, nicht mehr gehorcht, dass er nicht mehr diese und jene Nahrung aufnimmt oder gar bei sich behält, dass Sie ihn kaum noch bewegen und wenn, dann sind Sie größten Schmerzen ausgesetzt. Es gibt auch Menschen, die ihren Körper nicht mehr bewegen können, und doch ist der Körper schmerzhaft. Also kurzum, jeder von Ihnen, viele von uns haben das wahrgenommen, dass das Übel soweit um sich gegriffen und er, der Mensch, der Besitzer des Körpers, nicht mehr Herr dieses seines Körpers werden konnte.

[14] Jetzt ist er hilflos, jetzt ist er ratlos, jetzt ist er tatlos geworden. Er weiß nicht mehr das Rechte, sondern es bleibt ihm nichts anders übrig, als sich nur mit all dem Schlechten, mit alle dem Bösen, das er in seinem Körper wahrgenommen und heute noch wahrnimmt, abgeben muss. Er redet selbst auf sich ein, indem er sagt: „Was bleibt mir anders übrig, als mich mit dem zu befassen, was ich fühle, als mich mit dem zu befassen, was mich schmerzt? Und was bleibt mir weiter anders übrig, als das zu behandeln, was ich als Krankheit empfinde? Ich kann weiter nichts, als alles Mögliche versuchen, und doch ist mir bis jetzt jeder einzelne Versuch wirklich zum Übel geworden.“

[15] Es gibt schon einzelne wenige Menschen, die weniger versucht, aber rein instinktiv oder aber gefühlsmäßig, oder aber dass Sie einen Ihrer Nächsten angetroffen, der Wahres gewusst, indem er gesagt: „Tun Sie dieses, das oder jenes, ich rate Ihnen nur zum Guten.“ Oder er selbst verfiel auch in dem Glauben: „Das, was ich jetzt an meinem Körper tue, was ich meinem Körper zuführe, oder dass ich mich zur Ruhe bewege, die Ruhe über mich ergehen lasse, dann wird es schon werden. Denn ich erkenne, dass dieses Unheil nicht behandelt werden darf, sondern dass mein Körper ruhebedürftig ist und dass ich mich wirklich auf das besinne, was ich für meinen Körper nötig habe.“

[16] Auch hier, liebe Freunde, muss ich sagen, dass es doch einige, wenn auch sehr, sehr wenige Menschen es unter allen Menschen gibt, die wirklich das Richtige gewusst und auch das Richtige getan haben. Sie waren sich darüber klar, dass, wie wenn und wodurch auch der Körper in die Unordnung geraten, dass sie jetzt das Gegenteil von dem zu tun, dass sie wirklich gute Gedanken aufnehmen, die Ruhe bewahren, soweit sie sie schon besitzen und immer weiter sich dieser hingeben, so dass sie dann wahre und gute Gedanken aufnehmen und auch mit diesem hin wissen, was sie an Ihrem Körper zu tun und auch das Versäumte nachholen, was sie ihrem Körper lange und immer schuldig gewesen sind.

[17] Wenn ich jetzt einen kleinen Vergleich ziehe, indem ich ein technisches Wunder zitiere. Ich möchte jetzt nicht sagen, welch ein Wunder ich hiermit meine. Es könnte ein Radiogerät sein, ein Fernsehgerät. Es könnte auch ein Bügeleisen sein. Es könnte auch irgendetwas anders vonseiten der Technik sein. Dieses alles, meine lieben Freunde, wissen Sie genauestens nach Vorschrift der Herstellungsfirma zu behandeln. Sie wissen ganz genau, was Sie diesem technischen Wunder zuzuführen haben.

[18] Wenn ich nur ganz kurz an das Radio denke, dann wissen Sie, dass dieses Radiogerät doch bestimmte Energien nötig hat, um die Radiowelle drahtlos aufzunehmen und auch wiederzugeben. Sie wissen, dass hier die Stromspanne, die Voltzahl, dem Gerät deshalb zugeführt werden muss, weil sonst die Energien zu schwach sind und das Gerät nicht in der Lage ist, die Sendewelle eines Senders, wie auch des andern, aufzunehmen. Sie sind auch in der Lage, dieses Gerät auf bestimmte Wellenlängen einzustellen, sodass Sie dementsprechend die Sendewelle des einzelnen, das heißt, gar vieler Sender, nicht auf einmal aufnehmen können, sondern nur getrennt. Und auch wird es Ihnen möglich sein, und Sie werden glauben, wie Sie auch heute schon wirklich glauben, wo auch Sie zum größten Teil Besitzer eines Radiogerätes sind; und falls nicht, dann wissen Sie, dass ein derartig technisches Wunder dazu imstan­de ist, die Sendewelle drahtlos aufzunehmen und Sie in Ihrem Haus, in Ihrem Heim oder gleich, wo Sie sich mit diesem Geräte befinden, auch hören, was vom Sender aus uns hier in das Programm geboten wird. Sie hören es einfach. Und nicht anders ist es mit einem Fernsehgerät, dass Sie nicht nur hören, sondern auch sehen, was all die Menschen, die vor der Kamera stehen, das heißt, die von dieser aufgenommen und im Bild wiedergegeben wird, über das Fernsehgerät.

[19] Also, liebe Freunde, hier sind wir auf einen Weg angelangt, das Ihnen ganz deutlich zeigt, dass tatsächlich es auch derartige Dinge gibt, das wir aus weiter Ferne in unser Haus lancieren können. Und dieses alles geschieht nur da dann, wenn das Gerät, das technische Wunder, einwandfrei in Ordnung ist und es auch dementspre­chend den Kraftstrom, die Energie, die richtige Voltzahl erhält und Sie dementspre­chend auch das Gerät einzustellen wie zu bedienen wissen.

[20] Hier haben Sie den festen Halt, indem Sie jetzt nur den Vergleich zu ziehen haben, indem Sie jetzt das technische Wunder mit dem göttlichen Wunder in Vergleich zie­hen. Wir, jeder Mensch ist ein göttliches Wunder. Er ist und bleibt ein göttliches Ge­schöpf. Es dürfte Ihnen nicht unbekannt sein, dass es Menschen vor hundert, vor gar vor tausend von Jahren gegeben, die so oft die Stimme Gottes gehört, wie auch so viele Visionen gehabt, das heißt, dass sie so weit in die Ferne, wie auch in die Ver­gangenheit, in die Gegenwart und Zukunft sehen konnten, dass sie Bilder, wie Sie diese Bilder mit dem einen Wort „Vision“ abtun, das heißt, Sie würden sagen: „Er hat eine Vision gehabt, er hat dieses, das und jenes gesehen und auch dazu gehört.“

[21] Damit dürfte es Ihnen klar sein, dass es tatsächlich erst recht im göttlichen Reiche so viel mehr gibt, dass das alles möglich ist und uns Gott nicht unnötigerweise einen Körper gegeben, den wir so achtlos beiseite zu stellen haben, sondern dass auch wir für ihn zu sorgen und auch hier dafür sorgen, dass wir gewisse Energien aufnehmen, sodass, wie wenn der Körper die richtige Strom-, die richtige Energiespanne hat, dass er in der Lage ist, auf dem Fernwege all das in sich aufzunehmen und auch weiterhin in der Lage sein wird, dieses, was er aufgenommen hat, seinen Nächsten zu übersenden, in dem Fall er, der Nächste, sich auf diesen Einzelnen einzustellen weiß.

[22] Und jetzt, bis hierher, sagen Menschen so oft, dass ein Wunder geschehen sei, dass sie für einen ihrer Nächsten, der übel dran gewesen – ich drücke mich deutlicher aus, indem ich sage, wie Sie es so oft und schön zu sagen gewusst, dass er übel dran gewesen, übel krank gewesen, dass er von einer unheilbaren Krankheit erfasst, wie Menschen diese festgestellt, und dass sie bisher nicht glauben konnten, endlich einmal aber doch durch einen Menschen oder von sich selbst aus dazu übergegangen, dass er zu dieser Erkenntnis gekommen: „Ich glaube, dass ich ihm selbst helfen kann. Festgestellt habe ich aus diesem Abgewrackten meiner Nächsten, dass er nicht mehr in der Lage ist, zu glauben. Er hat alle Hoffnung, er hat allen Glauben, sogar das Selbstvertrauen verloren, indem er sich schon aufgibt, dass es doch hierin meine Pflicht ist, für ihn zu bitten, für ihn zu beten und für ihn zu glauben.“

[23] Natürlich geschieht dieses nur da dann, so Sie selbst, wie viele Menschen es auch getan haben, indem Sie die Ruhe in sich aufgenommen, zu diesem dann so viel Kraft und Energien aufgenommen, indem Sie das Selbstvertrauen und auch den Glauben hatten, dass Sie Ihren Nächsten helfen konnten und sich hernach, nach dieser Ein­stellung, nach diesem Empfang, gewundert, indem Sie sagten: „Ich habe für ihn ge­glaubt, ich habe für ihn gebetet. Und tatsächlich ist an diesem meinem Nächsten ein Wunder geschehen: Er ist wirklich gesund geworden!“

[24] Aber wie oft ist es auch vorgekommen: Wenn dieser Mensch, der diese Erfahrung gesammelt, dass dem einen so dem andern aus seiner näheren Umgebung gesagt, dass er für ihn gebetet, für ihn geglaubt und dass er für ihn das Gute empfangen und dass (was auch Sie als Wahrheit selbst festgestellt haben), dass er dadurch gesund geworden, wurden diesem einzelnen Menschen aus ihrer Umgebung, die von dem Guten nichts mehr gewusst und auch nie zu dem Guten, nie zu Gott gestanden, im­mer wieder eingeredet, das sei Spinnerei; das soll er nicht glauben. Das ist eine Ein­bildung; er ist durch ganz was anders gesund geworden. Das kann niemals sein, dass Sie oder ein Mensch in der Lage ist, seinem Nächsten auf dem und über den Fernweg zu helfen.

[25] „Es ist doch Quatsch“, wie oft Menschen sagen, so ungläubig sie geworden sind, „dass ein Mensch durch den Glauben wieder gesund werden kann. So was gibt es ja gar nicht. Das ist nur Einbildung!“ Das maßt der eine wie der andere – grade hier der Erzähler – sich nur an. Das sei ein Zufall. Es könnte genauso sein, wie Menschen in Ausreden nicht verlegen sind, indem sie selbst sagen: „Tja, das war“ – sagen wir meinetwegen – „die Medizin“. Oder: „Das war das eine oder das andere, das man dem Kranken gegeben oder wie man die Krankheit behandelt und dass sie dann eben verschwunden, das heißt, geheilt worden ist.“

[26] Ja, Freunde, dass’s diese Art von Menschen gibt, ist nicht nur mir, wird auch Ihnen selbst klar sein. Aber ich sage weiter: Lassen Sie nicht ab von dem! Wie ich noch einmal wiederhole, fühle ich mich nicht verpflichtet, Sie zu überzeugen, sondern mich selbst. Was ich selbst tue, das müssen auch Sie für sich tun, dass Sie nicht erst an Ihren Nächsten glauben und das Vertrauen zu ihm haben, im Gegenteil: Sie müssen an sich selbst zu arbeiten wissen, indem Sie das Selbstvertrauen und den Glauben, den Glauben an sich selbst, erst mal erlangen. Und dass Sie selbst verpflichtet sind, sich von alldem zu überzeugen, was um und auch in Sie ist.

[27] Und so werden Sie nach und nach zu dieser Erkenntnis kommen, dass auch Sie ein Geschöpf Gottes sind. Und Sie werden es einfach mit einem Wort abtun und werden sagen: „Ich bin auch göttlich. In mir, in meinem Körper ist Leben, um meinen Körper ist Leben. Heute weiß ich, was dieses eine Wort ,Leben‘ mir sagt: Leben ist Gott!“

[28] Der eine, der hat mehr, der andre hat weniger. Wer natürlich weniger Leben in sich, weniger Leben um sich und wenig Leben in seinem Körper hat, das heißt, dass er die Lebensenergien nicht mehr besitzt, so müsste es ihm klar sein, dass er selbst es ist, der alles dazu beizutragen hat, neues Leben, neue Kraftenergien, aufzunehmen, sodass er dadurch in der Lage ist, wirklich über seinen Körper zu bestimmen, dass jedes Glied, jedes Organ voller Energien ist, sodass dieses da dann in Tätigkeit ge­setzt werden kann, ganz demnach wie der Mensch diesen seinen eigenen Körper zu schalten weiß.

[29] Wenn in einem technischen Wunder irgendwie, -wo eine kleine und auch die kleinste Störung vorhanden ist, sodass die Energien da nicht durchgeleitet werden können, so wird dieses Gerät, das technische Wunder, niemals in Funktion treten. Natürlich ist es nicht anders in Ihrem Körper. Wenn die Energien nicht so weit ausreichend sind, dass alle Organe geladen, alle Organe so viel Energien aufweisen, dass es existieren, dass dieses Organ dem weiterem Organ dahin gehend unterstützt und so eines mit dem andern, alles in allem gesehen, soweit und gut zusammenarbeitet, dass in diesem Körper darauf die vollständige Ordnung herrscht.

[30] Ich könnte Ihnen, liebe Freunde, hier viele Aufklärung und auch viele Beweise dafür geben, wie der Körper eines Menschen beschaffen und auch die Funktionen dieses Körpers so weit, bis in den kleinsten Details erklären, dass auch Sie selbst sagen werden: „Ja, Gröning hat jetzt den Körper total zerlegt, er hat uns die Erklärung ge­geben, jetzt ist es mir verständlich!“

[31] Aber wenn ich dieses nur sage, liebe Freunde, so ist das nur die Theorie, bei weitem noch nicht die Praxis. Und ich halte es für sehr wichtig, wenn Sie selbst jetzt zu, zur eigenen Praxis übergehen, indem Sie Ihren eigenen Körper, das heißt, an sich selbst es beginnen, sich selbst studieren, sodass Sie in der Lage sind, Ihren eigenen Kör­per soweit dahin gehend zu studieren, kennen zu lernen, und dass auch Sie wissen, wie die Funktionen in Ihrem Körper überhaupt zustande kommen und was Sie da dann – so alles in Ihrem Körper funktioniert –, mit Ihrem Körper nicht nur was, son­dern das tun können, grade was Sie wollen.

[32] Nun, liebe Freunde, müssen Sie sich über eines im Klaren sein: Das, was Sie wollen, das hängt ganz von Ihrem eigenen Willen ab! Ich weiß, dass Sie sich hierüber auch noch nicht im Klaren sind. Und wenn ich jetzt ganz kurz sage, dass Sie so oft von sich sagen: „Tja, lieber Gröning, lieber Herr Meier, lieber Herr Schulz, lieber Huber, lieber Herr Doktor, das ist doch klar, dass ich gesund werden will, dass ich wieder einen gesunden Körper haben will! Und das werden Sie mir doch glauben, dass ich glaube, dass ich den gesunden Körper haben will, dass es stimmt, was ich Ihnen sa­ge.“ Ja, das ist richtig. Aber was muss man tun? Wenn ich bei diesem Wort „Glaube“ stehen bleibe, weiß der Mensch auch heute mit diesem Wort noch nicht das Gerings­te anzufangen.
Es gibt vieles, woran Menschen glauben. Auch der Satan glaubt, dass er das Gute, das Göttliche, vernichten kann. Aber es gibt so vieles, vieles andere mehr, liebe Freunde! Auch Sie versetzen sich oft in den Glauben und wissen mit diesem nicht das Geringste anzufangen. Über dieses Wort „Glaube“ komm ich in der nächsten Stunde, das heißt, indem ich Ihnen ein weiteres Band schenke, dass Sie dann all diese meine Worte von diesem entnehmen können, dass ich Ihnen weitere Aufklä­rungen dahin gehend gebe, dass Sie mit dem auch was anzufangen wissen.

[33] Um mich aber hier kurz zu fassen: Wenn der Mensch sagt: „Ich glaube!“, dann muss er nicht was, sondern das tun, das heißt, diesen Glauben, woran er glaubt, in der Tat umsetzen. Aber wie wird dieses alles möglich sein? Und ich muss noch einmal zu­rückgreifen, indem ich selbst sage, wie der Mensch geschaltet, wie der Mensch ge­schaffen und von wem es abhängt, ob es von seinem Nächsten oder von ihm selbst abhängt. Natürlich muss der Mensch einen Willen haben, wieder seinen Körper in bester Ordnung zu finden, das heißt, er muss sie wieder zur göttlichen Ordnung zu­rückführen.

[34] Ich gebe Ihnen, liebe Freunde, eine kleine Lebensweisheit mit auf den Weg. Ge­ben Sie genau Acht! Ich werde langsam und deutlich sprechen, sodass Ihnen auch kein Wort entgeht. So Sie diese Lebensweisheit verstanden, so Sie diese Lebens­weisheit in sich aufgenommen und beherzigt haben und nach dieser auch immer le­ben, dann werden auch Sie mit Erfolg gekrönt, dann werden Sie durch diese Le­bensweisheit Ihren Körper das zuführen, ihm das bieten, für ihn das aufnehmen, was er benötigt, zu dem Gott ihn auch geschaffen und auch die nötigen Energien dafür bestimmt hat, die der Mensch natürlich selbst in sich aufnehmen muss.

[35] Bevor ich hierzu übergehe, will ich Ihnen ein ganz kleines Gleichnis geben: Wenn Sie eine Batterie besitzen und diese Batterie leer geworden ist, so wissen Sie, dass eine leer gewordene Batterie keine Energien aufweist und sie die weiteren Organe, das heißt, Dinger, an dieser Batterie angeschlossen – sei es eine Klingel, sei es eine Hu­pe, sei’s ein, irgendein technisches Gerät, sei es, was es auch sei – wo diese Batte­rie, die die Energien doch in sich hat, dieses technische Wunder, durch die Energien dahin gehend bewegt, dass sie dieses Gerät wieder in Funktion treten kann.

[36] Sie wissen ganz genau, eine leer gewordene Batterie muss neu aufgeladen werden. Während dieser Zeit Sie die Batterie nicht nützen können, sondern sie ist aufladebereit. Sie kann jetzt nichts von sich geben, weil sie ja Energien aufnimmt. Folglich müssen Sie in dieser Zeit auf die Batterie verzichten; sie kann jetzt weiter nichts tun, als nur Energien aufnehmen. Kurzum, sie wird aufgeladen. So sie wieder eine volle Ladung besitzt – wenn ich jetzt an die Batterie eines Autos denke, für die eine Lade­station gleich eingerichtet – so braucht diese Batterie im Auto nur angeladen werden, sodass die Lichtmaschine durch die Tätigkeit des Motors, der ja auch wieder auf Energien angewiesen ist, der diesem Motor den Funken gibt und es in diesem dann zur Explosion kommt, wie ihm, dem Motor, Sprit, Benzin, zugeführt wird, entsteht.

[37] Hier, liebe Freunde, geschieht dann Folgendes, dass die Lichtmaschine als solche die Batterie so weit auflädt, dass sie wieder über volle Energien verfügt und Sie wei­ter gar nicht mehr aufzuladen brauchen. Natürlich, wenn Sie gleich von vornherein wieder einen Energieverschleiß haben, indem wie in der heutigen Zeit die Autos der­art ausgestattet sind, dass Sie mit diesen Energien, die die Batterie ja von sich gibt, nicht nur alleine den Winker, den Scheibenwischer und nur das Radio nützen kön­nen. Dann haben Sie noch die ganze Beleuchtung, nicht nur die Beleuchtung außer­halb des Wagens, sondern auch im Wagen, und Sie können noch vieles andere. Sie können sogar Ihre Kaffeemaschine einschalten, können sich Ihren Kaffee von diesen Energien kochen, Sie können sich rasieren, Sie können alles Mögliche tun. Wenn Sie bei einer nicht voll aufgeladenen Batterie gleich den Strom, die Energien, entneh­men, so werden Sie diese Batterie bald um die Energien gebracht, und Sie werden wieder eine leere Batterie haben, die Sie dann gezwungen sind, neu an die Ladesta­tion zu bringen, um sie dort anzuschließen, sodass die Batterie wieder neue Ener­gien aufnimmt.

[38] Nun, liebe Freunde, so Sie das aber nicht tun, dass der Energieverschleiß von vorn­herein nicht gleich so groß ist, dass Sie damit sparsam umzugehen wissen und die­ser Batterie erst soweit nicht nützen, sondern nur, dass Sie den Motor in Tätigkeit setzen setzen, wird sie durch den Motor, der hier die Lichtmaschine in Betrieb setzt, wird die Lichtmaschine doch, wie sie ihre Aufgabe hat, die Batterie wieder mit vollen Energien laden.

[39] Nicht anders ist es hier, unser menschlichen Körper. So der Mensch einige wenige Energien über Nacht aufgenommen, so glaubt er gleich, alles Mögliche tun zu kön­nen und auch zu müssen und bei diesem hin sich mit allen möglichen Dingen be­schäftigen, sodass er bis in die Vormittagsstunden wieder energielos geworden. Er drückt sich dahin gehend aus, er sagt, er sei müde, er sei energielos, er ist nicht mehr in der Lage, nur einen Gedanken aufzunehmen, er kann sich nicht fassen, er ist einfach schwach, er ist ein Schwächling, er ist krank.

[40] Dieses, meine lieben Freunde, „Kranksein“ heißt nur, energielos sein! Und daher ge­he ich jetzt zu dieser kleinen Lebensweisheit, die nur von mir ist, über, indem ich Ih­nen damit so viel zu wissen gebe, dass Sie, wenn Sie diese Lebensweisheit verste­hen, wie ich schon sagte, und auch schon zu beherzigen wissen und nach dieser leben, werden Sie immer mit Erfolg gekrönt sein.

[41]
Der Mensch handelt nach seinem Willen.
Wie der Wille, so der Gedanke.
Der Gedanke bewegt den Menschen zur Tat.
Willst du das Göttliche erleben, so musst du danach streben!
Liebe das Leben – Gott. Gott ist überall!
Geld ist Macht – Gesundheit ist Allmacht.

[42] So Sie, liebe Freunde, dieses soebend von mir Gesprochene, sogar geschrieben haben wollen, so bin ich nicht abgeneigt, dieses Ihren Gemeinschaftsleiter schriftlich zu übergeben, sodass Sie sich diese Lebensweisheit selbst auch, das heißt, abschreiben können.

[43] Verstehen Sie sie aber nicht falsch! Um diese zu verstehen, müssen auch Sie sich zur Ruhe bewegen. Und dass Sie durch die Ruhe, die Sie in sich aufnehmen, auch das Verständnis für dieses haben werden. Das heißt, dass Sie das verstehen und jetzt wissen, was Ihnen diese kleine Lebensweisheit sagt.

[44] Nun, liebe Freunde, wer nach diesem gelebt, wenn ich sage: „Der Mensch handelt nach seinem Willen!“? Also, hiermit hängt es doch ganz von seinem Willen ab. Wie der Wille, wie der Wille des einzelnen Menschen es ist, so der Gedanke. Also, hier kommt der Gedanke, der ihn dann zur Tat bewegt. Ich erinnere ganz kurz, wie oft Sie von sich aus gesagt: „Mir kam der Gedanke und ich hatte den Willen, diesen Gedan­ken gleich in der Tat umzusetzen, damit ich ihn nicht vergesse, denn: Was du heute kannst besorgen, das schiebe nicht auf morgen! Nach dieser kleinen Lebensweisheit leben auch viele Menschen. Viele Menschen leben gegenteilig.

[45] Aber hier, liebe Freunde, ist Ihnen doch schon so viel als Beweis dafür gegeben, dass es von Ihnen selbst abhängt, dass es auf Sie selbst ankommt – nicht auf einen andern! Auch hier, in diesem Fall, nicht auf Gröning ankommt, sondern immer nur auf Sie selbst. Sie selbst sind es! Sie selbst müssen sich zur Ordnung rufen. Sie selbst müssen wissen, was Sie wollen. Sie müssen aber auch den Willen haben! Und so Sie wirklich den Willen haben, werden Sie zu diesem, Sie guten – so Sie ’nen guten Willen, den göttlichen Willen haben – werden Sie gute Gedanken bekommen, und Sie werden durch diese Gedanken dann zur Tat bewegt.

[46] Das heißt, wenn ich immer wieder sage, das mit einem Wort abtue: Du musst es tun! Schon alleine deshalb, weil du es willst. Du darfst dich nicht auf deinen Nächsten verlassen. Hier bist du dich selbst der Nächste! Und so du erst auf Menschen hörst oder dass Menschen alles Mögliche versuchen, dass Menschen dir alles Mögliche anraten, und zwar immer wieder so oft von sich aus sagen: „Versuchen Sie doch dieses, versuche doch das, versuche doch jenes. Oder vielleicht versuchst du dieses mal. Oder vielleicht versuchst du mal was anders. Vielleicht versuchst du das mal, was der Meier, der Schulz, der Huber dir gesagt hat. Oder vielleicht gibt es noch was anders – jedenfalls musst du versuchen, alles Mögliche, dass du wieder gesund wirst.“

[47] Liebe Freunde, ich gebe da einen guten Rat: Lassen Sie von diesem Wort „Versuch“ ab! Denn jeder Versuch wird Ihnen zum Übel. Denn Sie selbst wissen es heute schon, dass Sie viel, wo Sie selbst manchmal sagen, Sie haben alles versucht, was nur möglich war. Nicht nur Sie alleine, sondern viele Ihrer Nächsten haben auch ver­sucht, Sie von diesem Unheil zu befreien. Aber niemals war das das Richtige! Denn Sie haben sich doch überzeugen können, wussten nur nicht, woran es gelegen, und dass dieses eine Wort „Versuch“ alleine die Schuld sei; dass Sie doch nur versucht, aber niemals zur Tat übergegangen. Und der Versuch, die Versuchung wird dem Menschen zum Übel!

[48] Ich möchte heute hier nicht weiter greifen und soweit damit ausführlich werden, denn ich glaube ganz bestimmt, dass Sie mit diesem wenigen soebend hier von mir Ge­sagten auch jetzt das Richtige anzufangen und so Sie gewillt sind, auch beginnen werden, nicht nur was, sondern wirklich das zu tun, was Sie sich selbst erst mal schuldig sind.

[49] Wenn Sie jetzt die Ruhe, die Sie doch wirklich in sich aufgenommen, bewahren und dass Sie endlich einmal dazu übergehen, Ihren eigenen Körper die dementspre­chende Beachtung schenken, sodass Sie doch wissen müssten, was Ihnen dieser, Ihr eigener Körper, wert ist. Sie müssen jetzt dazu übergehen ihn Beachtung schen­ken. Nicht, was Sie jetzt unter Beachtung verstehen, dass Sie Ihren Körper zu be­trachten – nein! Einfach ruhig sitzen und Obacht geben, ohne dass Sie einen bösen Gedanken aufnehmen, das heißt, ich drücke mich deutlicher aus, dass Sie nicht die Krankheit verfolgen und dass Sie die Gesundheit nicht anzweifeln! Denn Sie haben die Gesundheit, ich will dies Wort „Gesundheit“ und „Krankheit“ nicht brauchen, aber Sie werden mich anders so leicht nicht verstehen und daher muss ich dieses beto­nend sagen. Dass Sie doch jetzt wissen müssten, dass Ihnen die Gesundheit doch das Wertvollste ist! Wo Sie immer so oft gesagt, Sie wollen die Gesundheit! gesund werden. Und ich gebe Ihnen zur Antwort: Dann tun Sie’s doch, das was Sie wollen!
Und daher fasse ich mich kurz und sage es noch einmal: Schenken Sie Ihren Körper jetzt Beachtung! Und Sie werden nicht was, sondern das feststellen, was sich in Ihren Körper zeigt. Und dieses Zeigen, das ist ein Gefühl, das Sie jetzt wahrnehmen. Und verfolgen Sie das Gefühl, wie sich das in diesem Ihrem Körper ausbreitet.

[50] Verfolgen Sie jetzt aber nicht, wenn, wenn Sie Schmerzen gehabt, die Schmerzen, oder dass Sie womöglich die Krankheit äußerlich sehen. Oder dass Sie das eine und das andere Glied noch nicht frei bewegen können – nein, Freunde! In der allergröß­ten Ruhe den Körper nur beobachten, was in ihm geschieht. Verlangen Sie nicht, dass gleich die Ordnung in ihm zustande kommt! Je größer die Unordnung, je mehr muss im Körper geschafft werden und zwar so lange, bis die vollständige Ordnung eingetreten ist. Sie wissen ja gar nicht, wie groß die Unordnung in Ihrem Körper schon ist. Auch bei denen, die das noch gar nicht so fühlen.

[51] Wie oft haben Menschen den Arzt aufgesucht und haben nichts von Störungen in Ihrem Körper wahrgenommen, bis auf einem Mal – so urplötzlich – etwas geschehen sei. Hierbei denke ich nur an einen Übel, das der Mensch mit einem Schlaganfall be­zeichnet. Eben gesund aufgestanden oder hingesetzt oder hingelegt, und schon war ein Köperteil, eine Körperseite oder der ganze Körper gelähmt, durch diesen Schlag­anfall. Natürlich, so ärztliche Hilfe gleich dabei ist, wird man sie lindern, wird man sie mindern können. Aber nicht in allen Fällen ist dem so – im Gegenteil, es ist womög­lich schlechter geworden. Oder aber es ist besser geworden und daraufhin, wo der Mensch wieder übermütig geworden, dass er glaubt, na ja, das ist vorüber, dies Schlägelchen. Dann kommt ein zweiter, und auf den zweiten folgt ein dritter. Wie oft werden Sie von Menschen gehört haben, dass der eine wie der andere sagt, dass ist schon mein zweiter, mein dritter, mein vierter Schlaganfall.

[52] Ja, Freunde, bisher war der Körper in Ordnung. Hiermit will ich Ihnen nur den Beweis geben, wie wenig Sie von sich selbst, wie wenig Sie von Ihrem Körper wissen. Und wie leicht das Unglück auf ihn zukommt, wo Sie gar nicht ahnten, dass das Unglück, das Böse, sich in Ihren Körper ausgebreitet, indem es einfach dazu übergegangen und eine Stromleitung, einen Nerv zerschnitten, ein Nerv zerrissen, sodass tatsäch­lich ein Glied beziehungsweise Organ von dieser Nervenleitung – ich sage immer, das ist die Energieleitung im Körper – abgeschnitten und der Körper dann leblos ge­worden.

[53] Es ist dem gleich, ich könnte auch sagen: Ein technisches Wunder kann auch einen „Schlaganfall“ bekommen, wenn da irgendwie, -wo eine Leitung gestört, eine Leitung unterbrochen oder aber auch gar durchschmort. Denn die Energien weisen auch eine gewisse Wärme auf, und wie wenn zwei Drähte beisammenkommen, gibt es einen Kurzschluss. Kurzschluss dann, wenn der geladene Draht mit dem Minusdraht beisammenkommt. Dann gibt’s einen Kurzschluss.

[54] Hier möchte ich nicht weiter zu übergehen, um noch deutlicher zu werden, das ja rein ins Technische übergeht und ich kann Ihnen diese Gleichnisse nur soweit führen, wie Sie es von tech-, von der technischen Seite aus auch verstehen. Ich will weiter nichts, um Ihnen das nur verständlich zu machen, sodass Sie in der Lage sind, das Verständnis für sich selbst aufzubringen. Und so Sie eine Lehre hieraus gezogen, so werden Sie Ihren Nächsten auch belehren können, indem Sie ihm die Wahrheit sa­gen, wie Sie’s bisher empfunden.

[55] Nun, liebe Freunde, jetzt weiter. Also, Sie haben nicht geahnt, nicht ahnen können, wie groß der Körper von dem Unheil schon erfasst und sich alles darauf vorbereitet, ihn so urplötzlich abzubauen. Daher ist es notwendig, dass Sie immer dafür Sorge tragen, dass Sie immer voller Energien sind! Darauf kommt es an und das ist das Hauptsächliche!

[56] Wenn ich Ihnen jetzt nur ein wenig von all dem sage, worin auch weiterhin die Wahr­heit liegt, indem ich Ihnen jetzt zurufe: Vertraue und glaube – es hilft, es heilt die gött­liche Kraft! Also all das, das ganze Leben, wird durch die Energie, durch die Energie Gottes bewegt. Denn das ist das Leben! Wie ein technisches Wunder auf die Ener­gien angewiesen ist, so sind auch wir, als Lebewesen Gottes, auf diese seine Ener­gien angewiesen.

[57] Auf das Wort „Energie“ möchte ich nicht weiter in das Weltall greifen und Ihnen hauptsächlich auch hierin bis in die kleinsten Details alles aufzuzählen, wie die Zu­sammenhänge sind, wie wir von diesen Energien abhängig sind und wie diese Ener­gien all das tun, was sie als Aufgabe von Gott gestellt erhalten haben.

[58] Dieses ist nun mal das Werk Gottes, wir könnten auch sagen, das Elektrizitätswerk, das all das in Bewegung setzt, wie wir hier auf dieser Erde das Elektrizitätswerk ebenfalls haben, wo der Strom ebenfalls in Leitungen, wo der Strom, das heißt, die Energien, durch das All gejagt werden, dass Menschen heute schon in der Lage sind, nicht nur Geschosse fernzusteuern, fernzulenken; sondern auch technische Wunder, die sich auf dieser Erde bewegen, können ebenfalls ferngelenkt und fernge­steuert werden, und so was es so vieles andre mehr gibt.

[59] Liebe Freunde, ich hoffe, dass Sie mich jetzt soweit verstanden haben, und dass Sie jetzt auch wissen werden, worauf es ankommt und auf wen es ankommt. Und ich rufe es Sie nochmals zu: Auf Sie selbst, auf jeden Einzelnen kommt es an! Immer auf den, der es nötig hat!

[60] Wenn ich Sie jetzt für einen kleinen Augenblick mit einer Batterie vergleiche, die energielos geworden, ja, so werden Sie wissen, dass auch Ihr Körper energielos ge­worden und Sie nicht in der Lage sind, vom Kopf bis zum Fuß schalten zu können, um zu fühlen, was da unten los ist, und so wie Sie dann das Glied zu bestimmen ha­ben, wie Sie doch Ihre einzelnen Glieder regen und bewegen können, wie Sie Ihren ganzen Körper in Betrieb setzen können. Aber dieses doch nur da dann, so Sie ge­nügend Energien aufweisen, dass Sie Ihren Körper bestimmen und diese Energien ihn da dann dazu bewegen.

[61] Wie ein Motor, der in einem Auto eingebaut ist, wie wenn der in Tätigkeit gesetzt, die genügende Energien aufweist und die „Nahrung“ – den Sprit – wie das Öl dazu hat, Öl, die Schmiere im Motor, dass dieser Motor dann das ganze Fahrgestell, was hier zum Vergleich Ihr Körper ist, in Bewegung setzt. Sie können dieses Fahrgestell vor­wärts wie rückwärts, langsam wie schnell bewegen. Sie können auch das Fahrgestell in Stillstand bringen und doch kann der Motor arbeiten, ohne dass dieses Gestell überhaupt bewegt wird.

[62] Aber auch hier muss ich Schluss machen, Freunde, um nicht zu weit zu greifen, sonst werden Sie bald sagen: „Er kommt mit so viel Gleichnissen, er kommt mit den technischen Wunder – jetzt weiß ich es, dass ich ein göttliches Wunder bin, dass ich ein göttliches Geschöpf bin, heißt, dass Gott mich geschaffen hat und dass Gott auch dafür Vorsorge getroffen haben wird, dass ich all das in meinem Körper auf­nehmen kann, was ich für diesen meinen Körper benötige.“

[63] Ja, Freund, so du dich jetzt zur Ruhe setzt, das heißt, die Ruhe jetzt aufnimmst, du jetzt deinen Körper Beachtung schenkst, so wirst du feststellen, dass die Ladung, die Energien, in deinen Körper eindrängen und dass er, der Körper, voller Energien sein wird. Und dass diese Energien all das dann dazu bewegen, dass im Körper die Ord­nung zustande kommt, das heißt, es wird geschafft im Körper, es regt und bewegt sich, es ist ein Gefühl, das Sie noch nie in diesem Ihrem Leben wahrgenommen. Es gab Störstellen, an die gearbeitet wird. Bitte nehmen Sie nicht gleich den Gedanken auf, indem Sie sich selbst sagen: „Tja, das schmerzt ja wieder!“ Oder: „Das ist so warm!“ Oder: „Es brennt!“ Oder: „Es wird noch übler, als es je zuvor gewesen!“ Nein, Freunde, bewahren Sie die Ruhe! Geben Sie Acht und ich sag’s Ihnen gleich: Es ist nicht das gleich schmerzende oder warme Gefühl, wie’s einst es war, als der Körper, die Organe, noch gestört gewesen, sondern Sie werden bald feststellen, dass es ein ganz anderes Gefühl ist, als das, wie’s bisher immer gewesen ist.

[64] Nun, liebe Freunde, geht es weiter. Schenken Sie weiterhin Ihrem Körper Beachtung. Nehmen Sie jetzt keine Gedanken auf. Dass Sie sich erst mal dazu bewegen, dass Sie das Selbstvertrauen erlangen. Und dass auch Sie glauben an das, was Sie für Ihren Körper nötig haben. Nehmen Sie niemals mehr den kranken Gedanken auf, denn dann wird der Körper krank! Nehmen Sie einen gesunden Gedanken auf, dann wird der Körper gesund!

[65] So viel hat Gott uns mit auf unsern Lebensweg hier gegeben, dass wir selbst über uns, über unsern Körper bestimmen können, und dass wir ganz nach unserm Willen zu leben. Nimmt der Mensch hier und dort mal den bösen Willen auf, das heißt, lebt er im Willen des Bösen, so wird er böse Gedanken empfangen und diese bösen Ge­danken werden ihn zur Tat bewegen. Diese böse Gedankenquelle stammt alleine vom Satan selbst.

[66] Leben Sie aber im Guten, leben Sie im Willen Gottes, dann werden Sie gute Gedan­ken empfangen, Gedanken aus der göttlichen Gedankenwelt, und dann werden Sie diese Gedanken – so Sie immer noch nicht von den guten Willen abkommen, dass Sie sich immer wieder daran halten und sagen: „Ich will! Ich will das Gute! Ich schen­ke dem Bösen keine Beachtung!“ – dann werden Sie diese guten Gedanken auch in der Tat umsetzen und Sie werden dafür, weil Sie das an Ihrem Körper getan, was Sie ihm auch schuldig sind, hier einen großen, den größten Lohn, den Lohn Gottes empfangen.

[67] Es sind bei weitem keine Sprüche, wenn der eine wie der andere womöglich heute noch glaubt: „Quatsch, was der da redet! Quatsch, was der da quasselt! Quatsch, woran Menschen heute glauben! Derartiges gibt es nicht.“ Liebe Freunde, zürnen Sie diesem Menschen nicht. Er ist unwissend. Er lebt immer noch im Willen des Bösen. Er ist sogar zum Werkzeug des Satans geworden. Er kann einfach nicht an das Gute glauben und er wird immer weiter von der bösen Seite aus geführt, immer nur das Gute bekämpfen, weil er vom Bösen geführt wird.

[68] Umgekehrt ist es hier: Wer hier im Willen Gottes lebt, wird tatsächlich von Gott ge­führt. Nur darf er aus dieser Führung sich nicht herausziehen lassen oder womöglich mal in den Willen des Bösen verfallen, dass der böse Wille, der Wille des Satans, ihm von diesem Weg abbringt. Aber hier ist es immer wieder – ich kann es nicht oft genug sagen – jeder Mensch selbst, der sich selbst viel Gutes schuldig ist. Wo er sich selbst in Vergessenheit gebracht und es alles von ihm alleine abhängt, dass er das tut, was er will, denn er soll durch das Böse ja so viel Erkenntnisgut sammeln, wie er doch wirklich überzeugt, wie auch Sie überzeugt sein werden, so Sie einmal im bösen Willen gelebt, die bösen Gedanken kamen und die diese ihn – Sie alle – da dann zum Bösen geführt.
Das ist doch Erkenntnisgut. Sie haben sich von all dem überzeugt, überzeugen kön­nen. Und nun glaube ich, dass es an der Zeit ist, dass Sie mit all dem Schluss ma­chen und jetzt dazu übergehen, was ihn, was jeden Menschen wirklich auch zu Gott führt.

[69] Also, das Gute wollen heißt: dass der Mensch jetzt endlich das tut, so wie Gott es will! Und Gott wird ihn zu führen wissen, er wird ihm so viel gute Gedanken schicken. Und er weiß jetzt auch, dass der Mensch es weiß, dass er diese Gedanken in der Tat umsetzt. Das ist er sich selbst, das ist er, der Mensch, auch seinen Nächsten, das ist er Gott schuldig.

[70] Nicht, dass der Mensch, wie oft er von sich sagt: „ Gott gehört zu uns. Gott muss mir das geben, sodass ich wieder an ihn glauben kann!“ Nein, Freunde, Gott gehört nicht zu uns, wir gehören zu Gott! Und wir haben all das so zu tun, wie Gott es selbst be­stimmt hat!

[71] Nur natürlich verfügt der Mensch heute nicht mehr über das Wissen. Er weiß nichts von sich, er weiß nichts von all den Lebewesen. Er lebt in diesem Erdenleben so, indem er alles Mögliche versucht; sich davon überzeugt, wenn er sich hier und dort auch mal die Finger verbrennt, dann ist es für ihn eine Lehre. Aber an sich selbst hat er bis heute noch nichts gelernt.

[72] Und daher sag‘ ich, versetzen Sie sich ja nicht in den Glauben, dass ich viel weiß. Ich weiß weiter nichts als nur das, was Menschen heute nicht mehr wissen. Und da­her rufe ich jeden Menschen zu: Mensch, erkenne dich selbst! Mensch beherrsche du deinen Körper!

[73] „Du selbst bist es, nicht dein Nächster! So du das noch nicht gewusst, daher sage ich es dir, dass du zur Selbsterkenntnis kommst, dass du von nun ab weißt, dass du es bist. du musst nicht alles Böse aufnehmen. Du kannst, du hast das aufgenommen! Unwissender Weise! Du hast geglaubt, es wäre so richtig. Aber ich glaube, dass du davon überzeugt bist, dass es nicht richtig gewesen ist. Und so leicht es doch gewesen, so du Böses einst aufgenommen und dein Körper vom Bösen erfasst, dass du doch daraus die Lehre gezogen, dass es nicht gut sei. Und so manch einer sagt: ‚Ich ärgere mich nicht mehr.’ Ich könnte hierzu vieles sagen Freunde, aber leider muss ich mich auf das Tonband be­schränken, dass nicht so ausgiebig ist, dass ich Ihnen gleich alles sagen kann, was ich Ihnen sagen möchte und auch noch sagen muss. Hier kommt es doch darauf an, dass Sie jetzt wissen werden:

[74] Umgekehrt ist auch was wert!

[75] Das Böse kam sehr leicht. Ich brauchte nicht viel zu tun, ich brauchte mich von dem nur hinziehen lassen und schon war ich ein Wrack und schon tat ich Böses und schon fühlte ich das Böse in mir, in meinem Körper. Umgekehrt – jetzt das Gute wollen! Und immer zum Guten stehen! Indem ich sage, dass du das Selbstvertrauen und auch den Glauben an das Gute hier haben musst, dass du es be­herzigst und dass du dieses – all das Gute – in dir, in deinem Körper aufnimmst und dass du glaubst, dass es doch wirklich zum Guten, dass du hierdurch wirklich zu Gott wieder zurückgeführt wirst. Vor­erst, liebe Freunde, will ich jetzt schließen. Ich habe noch vieles mehr zu sagen!“

[76] Und dann wird jeder dieser Einzelnen auch sagen: „Ist das möglich? Ich habe nie daran geglaubt, aber jetzt habe ich mich von überzeugt!“

[77] Und nun bitte ich Sie zum Schluss, Freunde: Glauben Sie das nicht, was ich jetzt gesagt habe, aber überzeugen sich von dem! Ich sage: Es ist die Wahrheit! Denn die Wahrheit ist Gott! Wir gehören zu Ihm!

[78] Ich will nicht nur, ich muss mich jetzt von Ihnen hier verabschieden, liebe Freunde, indem ich Ihnen nochmals alles Liebe, Gute, das Göttliche wünsche! Und nicht nur Ihnen alleine, sondern auch all denen, die zu Ihnen gehören, die Sie Ihre Nächsten nennen. Und auch denen, für den Sie ein Herzenswunsch haben und für ihn glauben, dass auch er das Gute in seinen Körper wieder zurückerlangen wird.

 


Quelle:  Archiv Busam.
Titel gem Busam-Verzeichnis: Dass ich heute über das Mikrofon zu Ihnen spreche, hat seinen Grund wie auch seinen Wert.