10 Fragen zum Plan

Aus dem Bildarchiv des Busam-Verlags. Katalog-Nr.: 398Bruno Gröning stellte bereits im Jahre 1949 einen Plan vor, nachdem es möglich gewesen wäre, seine Tätigkeit, insbesondere im Zusammenhang mit den abertausenden heranströmender Menschen in geordnete Bahnen zu lenken. Dieser Plan, indem die Heilstätten eine besondere Rolle gespielt hätten, hätte die Welt verändert. Selbst ein heute vollkommen gesunder Mensch würde von ihm profitieren, indem er z.B. nur noch sehr geringe Krankenkassenbeiträge zahlen würde. Einige Freunde meinen sogar, dass es keine Pflegefälle mehr geben würde und damit auch keine dementsprechenden Abgaben.

Die angesprochene Unterstützung durch den Staat und weiterer Einrichtungen hat es nie gegeben. Doch auch die Spenden der vielen Unterstützer hätten letztendlich genügt, um sein Projekt in die Tat umzusetzen. Leider wurde er immer wieder beraubt, große Spenden versickerten in den Taschen einiger weniger. Später trennte er sich daher aus gutem Grunde von jedweder Form des Spendens. Heute wird wieder vielerorts gespendet (geschätzt handelt es sich dabei um einen Betrag jenseits der 10 mio. Euro jährlich) doch Projekte im Sinne Grönings gibt es immer noch nicht, nichtmals die kleinste Heilstätte1. Und immer noch scheinen die Spenden für immer verloren zu sein.

Im Folgenden wechseln sich Fragen der Pressevertreter und Antworten Grönings ab:

Frage: Halten Sie Ihren Grundplan (Heilstätten) trotz der inzwischen aufgetretenen Schwierigkeiten in absehbarer Zeit für durchführbar?
Gröning: Ich lasse nichts unversucht. Von meinem Plane gehe ich nicht ab2.

Frage: Wo läge nach Ihrer Meinung die wesentlichste praktische Unterstützung für Sie?
Gröning: Auf privater Seite, vonseiten des bereits bestehenden Rings der Freunde und Förderer, und ich hoffe auf die Unterstützung von seiten des Staates. Kurz gesagt, ein Volk hilft sich selbst3.

Frage: Wie denken Sie sich eine Finanzierung der Heilstätten 1.) mit, 2.) ohne staatliche oder städtische Zuwendung.
Gröning: Zu 1.): Staatliche finanzielle Unterstützung wäre das Nützlichste. Der Staat wäre an sich verpflichtet, diesen Gedanken aufzunehmen und zu unterstützen4. Auch die Krankenkassen und Versicherungen könnten zweckmäßigerweise zur eigenen Entlastung helfen.
Zu 2.): Sollte die Unterstützung von den unter 1.) angegebenen Stellen nicht für not- oder zweckmäßig gehalten werden, so greife ich zu den freiwilligen Spenden opferbereiter Nächstenliebe.

Frage: Gedenken Sie, alle infrage kommenden Objekte zuerst selbst zu besichtigen, ehe endgültige Entscheidungen fallen und ein Anfang in Fragen der Heilstätten gemacht werden kann?
Gröning: Ja. Sämtliche An- und Einweisungen gebe ich selbst5.

Frage: Halten Sie eine verständnisvolle Zusammenarbeit mit der Ärzteschaft nach Ihren bisherigen Erfahrungen für möglich?
Gröning: Ja. Wer den Weg zu mir findet, Menschen zu helfen und zu heilen, muss sich allerdings meiner Heilmethode unterstellen.

Frage: Wie viele Angebote ärztlicherseits zur Mitarbeit liegen vor?
Gröning: Einige hundert.

Frage: Werden Sie Rosenheim als Hauptquartier in Bayern beibehalten, ohne sich dabei auf Rosenheim bevorzugt einzustellen?
Gröning: Bevor die hierzu benötigte Raumfrage geklärt ist, kann ich zu dieser Frage vorerst keine Stellung nehmen6.

Frage: Sehen Sie eine Möglichkeit, die Unterstützung der Behörden zu beschleunigen?
Gröning: Ich selbst tue nichts dazu. Ich hoffe und wünsche es, dass mir von seiten der Regierung die Hilfe und Unterstützung entgegengebracht wird7.

Frage: Wie hoch schätzen Sie selbst, prozentual ausgedrückt, Ihre Heilkraft und Heilfähigkeit ein?
Gröning: Ich schicke hier voraus, dass die Hilfe und die Heilung nur dem zuteil wird, der sich mit dem Herrgott verbunden fühlt und sich nie von dem Schlechten, Teuflischen beeinflussen lässt. Jeder erhält die Hilfe Gottes, soweit er es wert ist, dass ihm geholfen wird8. Es liegt am Menschen selbst!

Frage: Gedenken Sie, außer dem bereits der Öffentlichkeit bekannten Stab von Mitarbeitern, weitere Personen zu ermächtigen, in Ihrem Auftrag zu sprechen oder zu handeln?
Gröning: Den Mitarbeiterstab werde ich den Erfordernissen entsprechend erst dann erweitern, so wie ich die Eignung der einzelnen Personen genau überprüft habe. Eine endgültige Vollmacht, in meinem Namen sprechen zu können, erteile ich nur dem, der in der Lage ist, selbstlos und gewissenhaft mir zur Seite zu stehen9. Eine Vollmacht hat erst dann Gültigkeit, wenn sie von mir und meinem Anwalt, Herrn Dr. Rödel, München, unterzeichnet ist. Wer im Besitze einer solchen Vollmacht ist, kann in meinem Namen zeichnen.

Kommentar: Der Plan Grönings, insbesondere die der Erichtung von Heilstätten, entspricht vollkommen der Lehre Jesus, wonach wir keine Tempel bauen sollen sondern Heilstätten (Jesus verwendete hierfür eine andere Ausdruckssweise) für die Armen und Kranken welche dann die wahren Tempel seien.


1 Leider behaupten findige Geschäftsleute, dass es sich bei den Gemeinschaften um Heilstätten handlen würde. Dem müßte jedoch u.a. entgegengehalten werden, dass
a. dort, wo gespendet wird, keinerlei tatsächliche Heilungen geschehen, sondern allenfals Besserungen (daran läßt sich auch dadurch nichts ändern, das Experten sogenannte Erfolgsberichte bis zur Unkenntlichkeit verdrehen und verändern.)
b. es bereits zu seinen Lebzeiten Gemeinschaften in seinem Namen gab. Niemals hat er diese als Heilstätten bezeichnet, denn die Aufgabe einer Heilstätte ist eine ganz andere (Auch diese hat er in seinen Reden und Schreiben beschrieben) als die einer Gemeinschaft.
2 An diesem Plan hielt er tatsächlich bis zu seinem Lebensende fest. Selbst unmittelbar vor seinem ableben initiziierte er ein Projekt zur Errichtung einer ersten Heilstätte, das jedoch amtlicherseits kurz nach seinem Heimgang zerschlagen wurde.
3 Das Volk – im Sinne vieler Einzelner – half tatsächlich. Dies sowohl aus Dankbarkeit als auch aus Liebe zu dem erkannten hinter Gröning stehenden. Alle übrigen hat das Wohlergehen des deutschen Volkes nicht im notwendigen Maße interessiert.
4 Ist es nicht so, dass sich der deutsche Staat zunächst einmal um das Wohlergehen seines Volkes zu kümmern hat?
5 Die Antwort geht über die Frage hinaus, den er läßt uns auch wissen wer darüber entscheidet, wer in eine solche Heilstätte aufgenommen wird. Auch hier wird deutlich, dass es einen großen Unterschied zwischen Gemeinschaft und Heilstätte gibt.
6 Vermutlich ging er davon aus, auch auf dem Traberhof – früher oder später – ein Heilverbot zu erhalten. Eine feste Stätte wäre für ihn sehr bedeutsam gewesen, weswegen er bald damit begann seinen Aufenthaltsort laufend zu ändern.
7 Immer mehr Freunde gelangen zu der Auffasung, dass dies seine vornehmste Aufgabe gewesen wäre.
8 Diese Aussage Grönings „der Mensch muss es Wert sein“ wird in etlichen Gruppierungen weggeleugnet, den sie führt zu der Erkenntnis, das sich der Mensch nur ändern müsse und dann, nach seiner Heilung, nicht mehr zu kommen braucht (den die tatsächliche Heilung hält ja für immer) und dann nicht mehr sperndet, bzw. sein frei verfügbares Geld für anderes verwendet.
9 Die einzige heute bekannte Person, die eine solche Vollmacht erhielt war Dr. rer. Kurt Trampler (Autor des Buches „Die große Umkehr“ erhältlich bei Buchstede.de).